Beagle "von der Theresienhöhe"


Flöhe

Flohbefall ist kein Zeichen mangelnder Hygiene und Sauberkeit. Vielmehr haben sich Entwicklungsbedingungen
und Überlebenschancen des Katzen- und Hundeflohes erheblich verbessert. Unsere Haustiere leben heute in
engem Kontakt mit der Familie. Teppichboden und beheizte Räume bieten optimale Vermehrungsbedingungen
für Flohstadien. Die Flöhe sind nicht nur am Haustier, sondern auch im Garten, Hof und in der Wohnung.

Wie lebt und entwickelt sich der Floh?

Der Entwicklungszyklus der Flöhe dauert unter günstigen Bedingungen ungefähr 21 bis 30 Tage. Nur der
erwachsene Floh lebt auf dem Haustier von dessen Blut. Die Eier, Larven und Puppen befinden sich in der
Umgebung. Die Larven ernähren sich von dem getrockneten Kot der erwachsenen Flöhe, der zusammen mit
den Floheiern ständig vom Tier in die Umgebung herabrieselt und aus unverdautem Blut besteht.
Zur Verpuppung spinnen die Larven einen Kokon. Die Entwicklungszeit der Flöhe in den Puppen beträgt,
abhängig von der Umgebungstemperatur, ca. 9 bis 19 Tage. Die schlupfbereiten, erwachsenen Flöhe können
jedoch bis zum Auftreten von spezifischen Schlupfreizen (Druckreize, Veränderung des CO2-Gehalts) in ihrer
Puppenhülle bis zu 5 Monaten verharren! Die Puppen sind wegen des sie umgebenden Kokons sehr
unempfindlich gegen klimatische Einflüsse und Insektizide.

Die Spitze des Floheisberges

Wenn man einen Floh im "Teppich" sieht, so sieht man nur einen Bruchteil eines viel größeren Problems. Man sieht nur einige der erwachsenen Flöhe, vielleicht max. 1 % der gesamten Population. Einem erwachsenem Floh steht die 20-fache Menge an Eiern, Larven und Puppen gegenüber.

Die Population unterteilt sich etwa in 50 % Eier, 35 % Larven, 10 % Puppen und 5 % Flöhe. Früher oder später folgen dem entdeckten Floh 20 junge, hungrige und blutsaugende Flöhe.

Doch auch dem Floh kann man alternativ an den Kragen gehen.

 

TEXT: Jutta Steinwitz