Beagle "von der Theresienhöhe"


DOMINANZ - Was ist wirklich dran an der Dominanz-Theorie?!

Dominanz: Was ist das?

Erstmal sollten wir"Dominanz" definieren.

Man könnte es als " einen beherrschenden Einfluss haben" beschreiben.

Kaniden betreffend definiert Roger Abrates "DOMINANZ" als einen Trieb der darauf gerichtet ist, Konkurrenz um Weibchen auszuschließen. Es stellt sich nun also die Frage, ob unser domestizierter Haushund das im Sinn hat, wenn er auf seinen Besitzer blickt. Will der Hund seine Stellung im "Rudel" aufbessern? Liegt unser Hund tatsächlich auf dem Sofa und schmiedet pläne die Weltherrschaft an sich zu reissen?

Rudelverhalten und Rangordnung - die Theorie

Die allererste Frage die wir uns stellen solten, ist: Sieht sich der Hund in seiner menschlichen Familie tatsächlich als Rudelmitglied? Es steht ausser Frage, dass Hunde sehr soziale Wesen sind.  Vorraussetzung hierzu ist natürlich dass der Hund richtig sozialisiert wurde. Aber kann der Hund wirklich Mitglied des menschllichen Rudels sein? Während der sensiblen Phase der sozialen Entwicklung des Welpen bewirkt der Kontakt mit der Mutter (ggf dem Vater) und den Geschwistern eine Prägung des jungen Hundes auf Artgenossen. Er weiss also dass er ein Hund ist und wird stets andere Hunde auch als solche erkennen und sich enstprechend Verhalten. Dieser Umstand bestimmt also die Entwicklung seines zukünftigen Verhaltens.

Wir Menschen sehen Hunde als Mitglieder unserer Familie, aufgrund der Prägung, die der Welpe in seinen ersten Lebenswochen erfuhr, fühlt er sich zwar den Menschen zugehörig, aber NICHT als Mitglied dieses "Rudels". Der Hund denkt nicht wie wir, auch zeigt er nicht das gleiche Verhalten wie wir. Er riecht nicht wie wir und er lebt auch nicht nach unseren Richtlinien und Werten wie wir.  Rudelstrukturen bilden sich immer nur innerhalb einer Art. John Fisher schrieb einmal: "Ich glaube wirklich nicht, dass Hunde uns als Hunde ansehen und deshalb konkurrieren sie auch nicht mit uns um die Position im Rudel.

Wenn wir diese Theorie akzeptieren kann ein Hund sich nicht als einen Teil unseres menschlichen Rudels verstehen und deshlab wird er auch nicht versuchen, seine Position in der Rudelhierarchie zu erreichen, die ihn über uns Menschen stellt. Hinzu kommt, dass Roger Abrantes die Rangordnung unter Kaniden als "eine Dominanz-Unterwerfungs-Beziehung" definiert, die "durch ritualisiertes Verhalten etabliert und aufrechterhalten wird". Er fährt fort und sagt, dass diese Beziehung abhängig davon ist...

  1. ... wie aggressiv die Art ist
  2. ... ob zwei Tiere bereit sind um die dominante Position bishin zum Tod zu kämpfen oder ob einer der beiden nachgeben wird.
  3. ... ob alle Ressourcen in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, denn dann wird es viel weniger Anlass zu einer Auseinandersetzung geben.
  4. ... ob das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Tieren optimal ist.
  5. ... ob die Tiere frei umherstreifen können oder in Gefangenschaft leben.

 

Hört sich all das nach einer Beschreibung der Beziehung zwischen Hund und Mensch an? Ich hoffe nicht!! Es hört sich doch eher nach einer Beziehung zwischen 2 Tieren selber Art an, oder?

Noch ein wichtiger Punkt gilt es zu beachten: unsere Hunde werden mit Wasser und Futter versorgt. Wir bieten ihnen ein Dach über dem Kopf, sie erhalten mentale Anregungen und werden körperlich gefordert. Wir sorgen für ihre Gesundheit und bieten ihnen Gesellschaft. Somit gibt es keinen plausieblen Grund, nach einer höheren Rangposition in ihrem "Rudel" zu streben.   Wenn sie das ultimative Ziel, ALPHA zu werden, erreichen würden, wenn sie der "CHEF" wären und an der Spitze der Hierachie angekommen wären, dann müssten siefür alles Mögliche die Verantwortung übernehmen. Denn das bringt die ALPHA Position mit sich. Ein Hund wird starke emotionale Bindungen an seine Menschen knüpfen und umgehlehrt das Selbe, aber er kann niemals ein Teil des menschlichen "Rudels" sein.