Beagle von der Theresienhöhe

- to be different makes the difference -


Mr. P

Alles begann am 11. Juni 2024 mit einer Zahn-Operation, bei der Peanut fünf Zähne gezogen wurden.

Kurze Zeit später, um den 5. Juli herum, bemerkten wir, dass sein Bauch dicker wurde.

Nur zwei Tage später hatte er bereits einen enormen Kugelbauch.

Da er jedoch noch fit und fidel wirkte, machten wir uns zunächst keine allzu großen Sorgen.

Am 18. Juli hatten wir schließlich einen Termin zum Ultraschall.

Leider brachte dieser nichts Gutes zutage:

Die Diagnose lautete Herzbeutelerguss.

Das bedeutet, dass sich der Herzbeutel mit Flüssigkeit füllt und das Herz keinen Platz mehr hat, um richtig zu arbeiten.

Als Folge davon staute sich die Flüssigkeit auch in seinem Bauch an.

Da am Herzen ein Schatten zu sehen war, überwies uns Dr. Fischer sofort zur Kardiologin Dr, Alzinger nach Regensburg.

Bereits am 22. Juli bestätigte sich dort unser schlimmster Verdacht: Herzbasistumor. Inoperabel.

 

Wir ließen den Herzbeutel und den Bauch punktieren.

Aus dem Bauch wurden zunächst etwas über 250 ml entnommen.

Zwei Tage später sollte Dr. Fischer den Rest punktieren, doch da Peanut die Flüssigkeit bis dahin scheinbar „von allein“ verlor, schöpften wir neue Hoffnung.

Wir hofften inständig, dass sich die Bauchwassersucht und der Erguss vielleicht doch regenerieren könnten.

Leider war das nicht der Fall.

Am 3. August musste der Bauch erneut punktiert werden – dieses Mal wurden 1,2 Liter Flüssigkeit entnommen.

Als sich Peanuts Zustand wieder verschlechterte, ließen wir am 7. August nochmals den Herzbeutel punktieren.

Zuvor stellte uns die Kardiologin jedoch die schwere Frage, wie oft wir diese Prozedur noch wiederholen wollten.

Eine Heilung war ausgeschlossen; man konnte im besten Fall nur Zeit gewinnen, das Unvermeidbare aber nicht verhindern.

Zudem war jeder Eingriff mit hohen Risiken verbunden.

 

Für uns war klar: Der Herzbeutel sollte zum letzten Mal punktiert werden.

Wir hofften, dass es in Zukunft reichen würde, zeitweise den Bauch zu entlasten.

Da Peanut zu diesem Zeitpunkt wieder so fit schien und mittendrin statt nur dabei war, dachten wir, uns bliebe noch viel mehr Zeit.

 

Am 11. August buchten wir ein Fotoshooting – eine Erinnerung, die uns bei Brownie damals verwehrt geblieben war.

Peanut versprühte dabei eine solche Lebensfreude!

Niemals hätten wir gedacht, dass es so schnell und plötzlich bergab gehen würde.

Er war wieder ganz der alte „Erzieher-Beagle“ und wollte unbedingt zu den Welpen.

Wir waren uns sicher: Wir haben noch eine gute gemeinsame Zeit vor uns.

 

Doch der Montag, der 12. August, holte uns jäh auf den Boden der Tatsachen zurück.

Man konnte förmlich zusehen, wie sein Bauch stündlich wieder dicker wurde. Am Dienstag machte ihm die enorme Hitze sichtlich zu schaffen; er stolperte viel, und die Hinterbeine rutschten ihm weg.

Am Mittwochmorgen konnte er schließlich nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen.

Sein Bauch war prall gefüllt – ich schätze, es waren sicher 2 bis 2,5 Liter Flüssigkeit.

Im Garten stand er zitternd mit aufgewölbtem Rücken, ein deutliches Zeichen für Schmerzen.

Zuerst wollte ich es nicht wahrhaben und suchte verzweifelt nach einem Tierarzt, der ihn sofort punktieren könnte.

Doch als ich ihm sein Futter hinstellte, verstand ich plötzlich:

Er kann nicht mehr.

Sein Herz hatte keinen Platz mehr zum Arbeiten; sogar der Schluckreflex versagte.

Er brauchte fünf Minuten für eine kleine Portion Futter.

 

In diesem Moment entschieden wir, den letzten Weg gemeinsam mit ihm zu gehen.

Am 14. August 2024 um 10:45 Uhr schloss Peanut für immer seine Augen. Wir waren bis zum Ende bei ihm. Und obwohl der Schmerz unbeschreiblich ist, fühlten wir, dass es die richtige Entscheidung war.

Was bleibt, sind die schönen Erinnerungen, seine bedingungslose Liebe und das schmerzliche Vermissen.

Peanut lebt in uns, seinen Kindern und Enkelkindern weiter. Wenn ich könnte, würde ich die Regenbogenbrücke hinaufsteigen und ihn

zurückholen. Er fehlt uns so schrecklich – mit jeder Faser unseres Körpers. Fast 13 Jahre lang war er ein Teil unseres Lebens. Doch nun ist er wieder mit seinem besten Freund Brownie vereint.

Ich glaube fest daran, dass wir uns irgendwann wiedersehen.

 

Anfangs war ich voller Wut über diese Ungerechtigkeit.

Warum musste ein Hund, der sein Leben lang gesund war, plötzlich so schwer erkranken?

Doch heute bin ich dankbar – dankbar dafür, dass er eben diese vielen gesunden Jahre hatte.

 

Bitte besuch uns in unseren Träumen, Peanut,

immer dann wenn du uns ganz besonders fehlst.

 

Kleiner Erzieher, großer Freund,

die Welt ist so viel stiller geworden, seit du deine Augen geschlossen hast. Überall suchen wir nach dem Geräusch deiner Pfoten, nach deinem Schnaufen und diesem ganz besonderen Blick, mit dem du uns fast 13 Jahre lang verzaubert hast.

Es zerreißt uns das Herz, dass dein Platz nun leer ist, aber wir tragen dich in jeder Erinnerung bei uns.

Danke, dass du uns bis zum Schluss gezeigt hast, was Lebensfreude bedeutet – wie du bei den Welpen aufgeblüht bist und uns dein stolzes Beagle-Herz geschenkt hast.

Du fehlst uns an jeder Ecke, bei jedem Schritt im Garten und in jedem Moment, in dem wir eigentlich deine Nähe spüren müssten.

Lauf jetzt frei, Peanut, ohne die Last im Bauch und ohne Schmerzen.

Grüß uns Brownie von uns – wir wissen, dass ihr zwei da oben jetzt wieder gemeinsam über die Wiesen flitzt.

Du bist nicht weg, du bist nur vorausgegangen.

Wir lieben dich unendlich.

Peanut * 06.10.20211 - † 14.08.2024

 


Brownie

LAFORA
Eine Krankheit die drauf sinnt, wie sie Dir das Liebste nimmt.

🌈BROWNIE * 26.10.2011 - 07.04.2019 🌈

Wir haben den Kampf verloren aber geben ihn nicht auf.

Die letzten 4 Tage waren die wohl schlimmsten für uns alle. Die Myoklonien (Zuckungen) wurden die letzten Tage wieder stärker und die Auslöser nahmen drastisch zu.

Jede schnelle Bewegung, jedes Geräusch löste Myos aus. Zu 99% nieteten diese Bownie regelrecht um.
Nachdem wir die Anfallsfreiheit von alle 2 Wochen 1-2 auf alle 4 Wochen einen und dann sogar alle 6 Wochen einen steigern konnten, holte uns Lafora nun wieder ein.

Am 22. März hatte er nach 6 Wochen Anfallsfreiheit einen sehr starken und langen Anfall. Nachdem er anfänglich alle Viere von sich streckte und Krampfte, veränderte sich der Anfall plötzlich. Er zog die Beine an den Körper und "kringelte" sich regelrecht ein. Der Anfall Dauerte insgesamt ca. 8 Minuten. Als der Anfall nachlies, blieb Brownie lange (sicher 10 Minuten) liegen, atmete ganz flach, sodass ich mehrmals prüfte ob er noch atmet.

Danach gabs bessere und schlechtere Tage. Aber keine ganz miesen. Bis Freitag den 5.4.

Bereits in den frühen morgenstunden war er sehr unruhig. Wir wussten es kündigt sich bald wieder ein Krampfanfall an. Die Myoklonien waren sehr stark, sodass wir neben seiner normalen Dosis Luminal zwischen den Gaben eine kleinere, zusätzliche Dosis nach Absprache mit unserem TA verabreichten.

Leider half diese nicht rechtzeitig und Brownie hatte 3 heftige Krampfanfälle. Zweimal bekam er Diazepam als Notfallmedikament, aber er kam nur sehr schwer aus den Anfällen herraus.
Die Myoklonien waren weiterhin sehr stark, sodass wir wussten und spürten, da kommt noch etwas.

Die Nacht war unruhig, er kam nicht zur Ruhe, tigerte auf und ab, jaulte, bellte, winselte - egal was man tat.

Der Samstag ging weiter wie der Freitag begonnen hatte. Jeglicher Reiz brachte ihn zum Zittern bis zum Fall. Es reichte wenn sich einer der anderen Hunde schüttelte, mit der Rute wedelte. Der Nachbar warf den Rasenmäher an, er kippte um. Der Schatten der anderen Hunde brachte ihn zu Fall.... Es folgten weitere heftige Krampfanfälle. Aus allen kam er sehr schlecht raus. Lag danach flach atmend und konnte nicht aufstehen. Auch machte sich eine Atemnot davor und danach bemerkbar Die Panik war ihm ins Gesicht geschrieben. Er riss die Augen auf, keuchte, versuchte zu schlucken, aber sein Körper gehorchte nicht.

Es folgten den ganzen Tag bis spät in die Nacht trotz Erhöhung des Medikamentes heftige Anfälle und Myoklonien.

Selbst Waschl, sein Freund der ihm sonst immer Beistand, separierte sich von Brownie. Ein wenig war es schon Tage vorher wahrzunehmen. Brownie suchte auch weder unsere Nähe noch die der anderen Hunde.

Seine aktuellen Blutwerte vom 4.4. hatten sich zum letzten BB vom Februar enorm verschlechtert.

Wir beratschlagten uns die Halbe Nacht, kontaktierten unseren TA per Whats App wie es aktuell aussieht, und entschieden dass es nun wohl an der Zeit war Brownie gehen zu lassen. Natürlich hätten wir es noch weiter mit einer hoheren Medikation versuchen können. Und dann? Nochmal? Und Nochmal? Und noch einmal? Wer gibt uns das Recht ein "Versuchstier" aus ihm zu machen, bei einer Krankheit für die es im Moment keine Heilung gibt? Keine speziellen Medikamente?

(EDIT: Mittlerweile "kennt" man Lafora schon viel besser und man kann den Betroffenen schon sehr gut unterstützent zur Seite stehen!)

Natürlich kann man nun auch sagen wer gibt uns das Recht über Leben und Tod zu entscheiden. Aber tun wir das nicht in jeder unserer Handlungen? Machen wir das nicht schon in dem Hunde geboren werden? In dem wir unserem Hund im letzten Moment die Leine anlegen, ihm Medikamente verabreichen?!

Für uns fühlte sich dieser Schritt, so schwer und schmerzhaft er war, RICHTIG an. Unser Gefühl und Brownies Verhalten liesen uns irgendwie spüren dass es nun Zeit war.

Unser Tierarzt meldete sich am Sonntagvormittag und fragte nach dem Stand der Dinge. Er kam vorbei...
Jeder der bei uns war weiss dass unsere Horde jeden mit ausreichender Lautstärke begrüßt, allen vorran war immer unser liebenswertes Großmaul Brownie.
Heute - stille. Irgendwie spürten alle was los ist.

Wir brachten die Meute in den Garten, bis auf Brownie. Der durfte fressen, alles auf was er sonst verzichten musste. Man merkte aber wie schwer ihm das "kauen" fiel. Auch das schlucken fiel ihm sehr schwer.

Er tigerte um uns herum und unser TA bereitete alles vor. Innerlich zeriss es uns bereits jetzt vor Schmerz. Aber wir spürten nach wie vor, dass es das richtige für Brownie ist und wir in seinem Sinne handeln.

Wir waren bei ihm - von Anfang bis Ende. Nach der Beruhigungsspritze die vor der eigentlichen Euthanasiespritze kommt, zeigte er heftigste Myoklonien und man spürte dass er kurz vor einem erneuten Anfall stand.
Brownie schlief dann ganz ruhig in unseren Armen ein. Er wirkte zufrieden, mit sich im reinen.
Sicher sagen jetzt manche das liegt an der Beruhigungsspritze usw. Aber das was man fühlt kann man nicht wegdenken. Kaum dass Brownie für immer eingeschlafen war, öffneten wir die Terassentüre, damit seine Seele hinausfliegen kann.
Seine Hundekumpels kamen und verabschiedeten sich jeder auf seine Weise.


Brownie wurde ins Krematorium München verbracht. Und wir erwarteten ihn in 2-3 Wochen zurück bei uns

BROWNIE - Kackbratze, Arschkrampe, Grantler, Nervensäge - Du bist immer in unseren Herzen!