Beagle von der Theresienhöhe

- to be different makes the difference -


Der Rüde

und seine Hormone

Mal ist er der beste Kumpel der Welt, und im nächsten Moment scheint sein Gehirn komplett auf "Durchzug" zu schalten, weil am Horizont eine attraktive Hündin gewittert wurde.

Damit ihr euren "Liebestollen" besser versteht und wisst, warum seine Hormone kein Fluch, sondern ein wichtiger Teil von ihm sind, haben wir euch hier unser geballtes Wissen zusammengestellt.

Hormone: Mehr als nur Fortpflanzung

Testosteron ist der Motor eures Rüden.

Es steuert nicht nur die Zeugungsfähigkeit, sondern ist entscheidend für die körperliche und geistige Entwicklung:

  • Geistige Reife: Hormone agieren wie Botenstoffe im Gehirn. Sie helfen dem Rüden, Selbstbewusstsein aufzubauen, Ängste zu bewältigen und Umweltreize stabil zu verarbeiten. Ein Rüde ohne Hormone bleibt oft "kindlich" oder wird unsicher.
  • Körperliche Gesundheit: Testosteron sorgt für einen stabilen Knochenbau, den Aufbau von Muskelmasse und beeinflusst sogar den Stoffwechsel und das Immunsystem.
  • Das "Erwachsenwerden": In der Pubertät strukturieren Hormone das Gehirn um. Das ist die Phase, in der ihr oft denkt, er hätte alles Gelernte vergessen – eigentlich ist es eine riesige Baustelle im Kopf.

Was passiert, wenn Hormone wegfallen?

Eine Kastration wird oft als "Allheilmittel" für Erziehungsprobleme gesehen. Doch Vorsicht:

Der plötzliche Wegfall der Hormone kann dazu führen, dass unsichere Hunde noch ängstlicher werden, da das "Mutmacher-Hormon" Testosteron fehlt. Auch das Risiko für Übergewicht oder Gelenkprobleme kann steigen.

 

Hilfe für liebeskranke Burschen

Besonders in den Monaten Februar/März und Juli/August wedeln draußen häufig die läufigen Hündinnen mit ihrem für Rüden betörenden Duft.

Ihr erkennt euren sonst so folgsamen Rüden in dieser Zeit kaum wieder:

Kaum abgeleint, ist der Bursche weg.

Kein Rufen und kein Leckerli wird ihn zum Umdrehen verleiten.

Wenn ihr eurem Rüden Liebespein ersparen und eure eigenen Nerven schonen möchtet, könnt ihr auf natürliche Unterstützung setzen:

Naturheilkundliche Unterstützung

Hinter dem Namen AGNUS CASTUS verbirgt sich die Heilpflanze MÖNCHSPFEFFER, welche im Volksmund auch als Keuschlamm oder Keuschbaum bekannt ist. Für Frauen ist diese Pflanze oft keine Unbekannte (bei Zyklusstörungen oder PMS), aber sie hat eben auch den Ruf, den Geschlechtstrieb zu senken.

 

Nutzt idealerweise puren Mönchspfeffer. Dieser wird zu einem Pulver verarbeitet. 

Die Dosierung als Pulver beträgt 0,3g pro Kilo Körpergewicht.

Bei einem Rüden mit 15 kg wären dies 4,5 g täglich.

Mönchspfeffer muss über einen längeren Zeitraum gegeben werden damit er seine Wirkung richtig entfalten kann!

 

Überschrift

Wenn die Hormone Achterbahn fahren, hilft kein strenges Gebrüll, sondern Management und Fokus.

 

Management geht vor Freiheit

In der Hochphase der Läufigkeiten in der Nachbarschaft ist die Schleppleine euer bester Freund. Erspart euch den Frust eines entlaufenen Hundes und ihm den Stress, ständig korrigiert zu werden.

 

Geistige Auslastung statt Dauerlauf

Ein liebeskranker Rüde ist körperlich oft schon durch den Stress erschöpft. Statt langer Ballspiele solltet ihr auf Nasenarbeit setzen:

  • Verlorensuche: Lasst ihn im Garten oder (angeleint) im Wald nach Gegenständen suchen. Das lastet das Gehirn aus und beruhigt das Nervensystem.
  • Tricks lernen: Kurze Einheiten (5 Minuten) fordern seine Konzentration, ohne ihn zu überdrehen.

Ruheinseln schaffen

Zuhause sollte strikte Sendepause sein. Wenn er winselnd und unruhig umherlaufend vor der Tür steht, schickt ihn konsequent auf seinen Platz. Zur Not nutzt eure Hausleine.

Kauen baut Stress ab und hilft ihm, von seinem "Trip" herunterzukommen. Bietet ihm deshalb ein Kauholz oder einen Naturkauartikel an.

 

Ruhe bewahren, konsequent bleiben, aussitzen

  • Es kann sein dass euer Bub wenig bis keinen Appetit hat. Das ist meist nicht von Dauer und völlig normal. Ein gesunder Hund verhungert nicht so schnell.
  • Je konsequenter ihr seid, umso leichter wird es im Laufe der Zeit.

 

Mein Tipp für euch: Bleibt geduldig! Euer Rüde macht das nicht, um euch zu ärgern – er steht schlichtweg unter "Drogen". Mit der richtigen Unterstützung durch Mönchspfeffer und einer sicheren Leine kommt ihr gemeinsam gut durch diese Zeit.