Beagle von der Theresienhöhe

- to be different makes the difference -


Grannen

Was sind Grannen?

Grannen sind die spitzen Fortsätze an den Ähren verschiedener Getreidearten und Gräser (wie z. B. Mäusegerste). Sie funktionieren wie winzige Widerhaken.

  • Struktur: Sie haben eine scharfe Spitze und feine Härchen, die dafür sorgen, dass sie sich nur in eine Richtung bewegen: vorwärts.
  • Gefahr: Einmal im Fell oder in der Haut verfangen, "wandern" sie bei jeder Bewegung tiefer in den Körper oder das Gewebe hinein.

Typische Fundorte am Körper

Grannen können fast überall eindringen, aber einige Stellen sind besonders häufig betroffen:

  • Zwischenzehenraum: Die weiche Haut zwischen den Ballen ist sehr anfällig.
  • Ohren: Grannen wandern oft den Gehörgang hinunter bis zum Trommelfell.
  • Nase: Durch Schnüffeln am Wegrand können sie eingeatmet werden.
  • Augen: Sie setzen sich oft unter das Augenlid.

Symptome: Woran erkennt man eine Granne?

Je nachdem, wo die Granne sitzt, zeigt euer Hund unterschiedliche Reaktionen:

  • Pfote: Plötzliches Humpeln, exzessives Lecken an einer Stelle, Schwellung oder eine kleine Eintrittsöffnung (ähnlich wie ein Pickel).
  • Ohr: Heftiges Kopfschütteln, Schiefhalten des Kopfes oder Kratzen am Ohr.
  • Nase: Plötzliches, heftiges Niesen (oft mehrmals hintereinander) oder Nasenausfluss.
  • Auge: Zusammenkneifen, Rötung und starker Tränenfluss.

Erste Hilfe

Sofortige Kontrolle

Suchet euer Tier nach jedem Spaziergang gründlich ab.

Tastet besonders die Pfoten, die Achseln und die Ohren ab.

Grannen, die noch locker im Fell sitzen, können einfach entfernt werden.

 

Wenn die Granne bereits festsitzt

  • Nicht selbst operieren: Wenn die Granne bereits unter der Haut verschwunden ist oder im Gehörgang steckt, versucht nicht, sie mit einer Pinzette herauszuziehen, falls ihr sie nicht klar greifen können. Die Gefahr ist groß, dass sie abbricht und ein Rest im Körper bleibt, der schwere Entzündungen oder Abszesse verursacht.
  • Tierarzt aufsuchen: Bei Verdacht auf eine gewanderte Granne (besonders im Ohr, in der Nase oder tief in der Pfote) ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich. Oft müssen diese unter leichter Sedierung oder mit speziellen Endoskopen entfernt werden.

Vorbeugung

  • Fellpflege: Kürzt bei euren Hunden das Fell zwischen den Zehen und den Ballen.
  • Meiden von hohen Wiesen: Bleibt während der Trockenzeit im Juni und Juli eher auf gemähten Wegen und meidet Felder mit hohen Gräsern.