Ein flaues Gefühl im Magen oder ein grummelnder Darm – das kennen wir von uns selbst nur zu gut. Auch bei eurem Hund ist es vollkommen normal, dass der Kot mal weicher ausfällt oder er einmalig flüssig absetzt. Meistens steckt dahinter kein medizinischer Notfall, sondern schlicht eine kleine Irritation des Verdauungstraktes.
Die Ursachen: Warum es im Darm rumort
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Die Auslöser bei eurem Hund können vielfältig sein:
Ernährungsfehler: Ein zu schnelles Futterumstellen, zu viele Leckerlis, Naturkauartikel oder das Fressen von Unrat beim Spaziergang.
Stress: Aufregung, Reisen oder Veränderungen im Umfeld schlagen Hunden oft direkt auf den Magen.
Harmlose Infekte: Ein kleiner "Magen-Darm-Infekt", den das Immunsystem meist schnell allein bewältigt.
Parasiten/Bakterien: Würmer, Clostridien, Giardien, Kokzidien uvm. können die Darmwand reizen.
Unverträglichkeiten: Allergien oder Unverträglichkeiten gegen bestimmte Eiweißquellen im Futter.
Locker bleiben: Wann ein Mal kein Mal ist
Wenn euer Hund einmalig weichen Kot hat, ansonsten aber freudig mit dem Schwanz wedelt, spielt und normal frisst, besteht kein Grund zur Panik. Wie bei uns Menschen kann die Verdauung mal auf Umwelteinflüsse reagieren. Beobachtet ihn einfach aufmerksam und gebt dem Darm Zeit, sich zu beruhigen.
Was ihr selbst tun könnt (Hausmittel)
Wenn der Durchfall leicht ist und euer Hund fit wirkt, könnt ihr ihn mit Schonkost unterstützen:
Die Morosche Karottensuppe: Karotten über 60 bis 90 Minuten weich kochen. Dabei entstehen spezielle Zuckermoleküle, die sich an die Darmwand legen und verhindern, dass sich schädliche Keime festsetzen.
Schonkost: Gekochtes, fettarmes Hühnchen (ohne Haut und Knochen) mit matschig gekochtem Reis oder Hüttenkäse beruhigt das Verdauungssystem.
Flüssigkeit: Achtet darauf, dass euer Hund viel trinkt, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ein Schuss salzarme Fleischbrühe im Wasser wirkt oft Wunder.
Elektrolyte: Wenn euer Hund Durchfall hat, verliert sein Körper nicht nur Wasser, sondern auch lebenswichtige Mineralsalze – die Elektrolyte (wie Natrium, Kalium und Chlorid). Deshalb ist es ratsam Elektolyte zuzugeben.
Wann ihr unbedingt zum Tierarzt solltet
Trotz aller Hausmittel gibt es Warnsignale, bei denen ihr nicht zögern dürft, professionelle Hilfe zu suchen:
Dauer: Der Durchfall hält länger als 48 Stunden an.
Allgemeinbefinden: Euer Hund wirkt apathisch, schlapp oder verweigert das Fressen komplett.
Begleitsymptome: Er erbricht zusätzlich, hat Fieber oder einen sehr harten, schmerzhaften Bauch.
Blut im Stuhl: Sichtbares frisches Blut oder teerartig schwarzer Kot sind immer ein Alarmsignal
Welpen & Senioren: Bei sehr jungen oder alten Hunden führt Durchfall extrem schnell zu gefährlicher Dehydrierung. Hier solltet ihr früher den Tierarzt kontaktieren.