Beagle von der Theresienhöhe

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Die Hirschlausfliege

Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) – oft auch „fliegende Zecke“ genannt – kann euch bei einem Waldspaziergang im Spätsommer oder Herbst ganz schön den Tag vermiesen.

Damit ihr wisst, womit ihr es zu tun habt, findet ihr hier alles Wissenswerte über diesen lästigen Waldbewohner.

Was ist die Hirschlausfliege eigentlich?

Obwohl sie Flügel besitzt, gehört sie zur Familie der Lausfliegen. Sie ist etwa 5 bis 6 mm groß, flach gebaut und hat einen harten, gepanzerten Körper. Ihr findet sie vor allem in der Nähe von Waldrändern und in dichten Laub- oder Mischwäldern.

 

Die Flügel-Abwurf-Taktik

Sobald die Hirschlausfliege einen Wirt landet, passiert etwas Kurioses:

Sie wirft ihre Flügel ab.

Ab diesem Moment bewegt sie sich nur noch krabbelnd fort und sieht einer Zecke oder einer Spinne zum Verwechseln ähnlich.

Warum ist sie für euch relevant?

Eigentlich hat es die Fliege auf Wildtiere wie Rehe, Hirsche oder Wildschweine abgesehen.

Doch sie ist nicht besonders wählerisch:

Wenn ihr oder eure Hunde ihren Weg kreuzt, werdet ihr schnell zum „Fehlwirt“.

  • Der Anflug: Sie fliegt sehr gezielt Kopf, Nacken und behaarte Körperstellen an.
  • Das Festbeißen: Habt ihr sie erst einmal im Haar, lässt sie sich kaum abschütteln. Durch ihre kräftigen Klammerbeine und den flachen Körper ist sie extrem flink und schwer zu greifen.
  • Der Biss: Ein Biss kann enorm schmerzhaft sein und zu stark juckenden Pusteln oder blauen Flecken führen, die oft erst Tage später auftreten und lange anhalten.

 

Risiken und Gesundheit

Neben der Hautreizung kann die Hirschlausfliege das Bakterium Bartonella schoenbuchensis übertragen. Bei Menschen kann dies in seltenen Fällen zu Entzündungen der Haut führen.

Wichtig für Hundebesitzer: Wenn ihr mit eurem Hund im Wald seid, solltet ihr wissen, dass ein früher Zeckenschutz oder chemische Repellents gegen die Hirschlausfliege oft nur bedingt helfen, da sie primär auf Sicht fliegt.

Wie könnt ihr euch schützen?

Wenn ihr im Herbst im Wald unterwegs seid, helfen euch folgende Tipps:

  • Helle Kleidung: Darauf erkennt ihr die dunklen Fliegen sofort, bevor sie die Haut erreichen.
  • Kopfbedeckung: Da sie bevorzugt im Nacken und am Kopf landet, schützt euch ein Hut oder ein Tuch effektiv.
  • Aus kämmen: Wenn ihr das Gefühl habt, dass etwas krabbelt, nutzt einen feinzinkigen Kamm (z.B. einen Flohkamm), um die flügellosen Plagegeister aus den Haaren oder dem Fell eures Hundes zu entfernen.
  • Fellpflegespray für Pferde: Das Spray macht das Fell glatt und die Hirschlausfliege kann sich nicht mehr so gut festhalten.

Bildquelle: https://www.br.de

Zecke vs. Hirschlausfliege