Beagle von der Theresienhöhe

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Giardien

Giardien beim Hund: Ein Teufelskreis für die Gesundheit?

Giardien (Giardia lamblia) sind mikroskopisch kleine, einzellige Parasiten, die den Magen-Darm-Trakt eurer Hunde besiedeln und heftige Durchfälle auslösen können.

Der häufigste Infektionsweg ist denkbar einfach:

Euer Hund nimmt verunreinigtes Wasser oder infizierten Kot auf, in dem sich die widerstandsfähigen Giardien-Zysten befinden.

 

Wie die Parasiten im Körper wirken

Sobald die Zysten abgeschluckt wurden, gelangen sie in den Dünndarm.

Dort öffnen sie sich und setzen die aktive Form des Parasiten frei.

Diese Giardien haften sich an die Darmwand und vermehren sich oft rasant. Das Problem:

Sie beschädigen die Darmzotten, was dazu führt, dass Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können (Malabsorption).

Schließlich wandern sie in den Enddarm, verkapseln sich dort erneut und werden als Zysten ausgeschieden – bereit, den nächsten Wirt zu infizieren.

 

Symptome und Diagnose: Worauf müsst ihr achten?

Giardien lassen sich nur durch eine mikroskopische Untersuchung oder einen speziellen ELISA-Test nachweisen.

Sammelt dafür über zwei bis drei Tage kleine Kotproben, da die Zysten nicht bei jedem Stuhlgang ausgeschieden werden.

 

Typische Anzeichen

  • Puddingartiger, schleimüberzogener oder fettiger Kot (oft im Wechsel mit festem Stuhl).
  • Gewichtsabnahme trotz Appetit oder plötzliche Futterverweigerung.
  • Blähungen, Übelkeit und Bauchschmerzen.
  • Stumpfes Fell.
  • Bei starkem Befall: blutiger Durchfall.

Bleibt die Infektion lange unbemerkt, können sogar chronische Gelenkschmerzen, Ekzeme oder eine Anämie (Blutarmut) die Folge sein.

 

Der schulmedizinische Teufelskreis

In der Regel ist ein gesundes Immunsystem recht resistent gegen diese Einzeller.

Doch bei Welpen, Senioren oder immungeschwächten Tieren kommt es häufig zur sogenannten Giardiose.

 

Die Schulmedizin setzt meist auf Wirkstoffe wie Metronidazol oder Fenbendazol.

Diese Medikamente können jedoch starke Nebenwirkungen haben und führen oft nicht zum dauerhaften Erfolg, da die Parasiten zunehmend Resistenzen entwickeln.

Was wir aus Erzählungen aus hundehalterkreisen immer wieder beobachten, ist ein gefährlicher Kreislauf:

Ein Welpe erhält Wurmkuren gegen Giardien, bekommt daraufhin Durchfall und wird mit Antibiotika behandelt. Kurze Zeit später sind die Giardien zurück – und das Spiel beginnt von vorn.

Wir haben einige Fälle erlebt, in denen dieser Zyklus im ersten Lebensjahr bis zu achtmal wiederholt wurde!

Die Gefahr für die Bauchspeicheldrüse

Die massiven Gaben von Wurmkuren und Antibiotika greifen den Organismus stark an.

Immer häufiger hört man von jungen Hunden, die bereits mit einem Jahr Symptome einer Bauchspeicheldrüseninsuffizienz zeigen.

  • Der bittere Befund: Werden Hunde stur nach dem chemischen Schema weiterbehandelt, entwickeln sie fast ausnahmslos bis zum zweiten Lebensjahr eine klinisch nachweisbare Insuffizienz und bleiben lebenslang chronisch krank.

Ein ganzheitlicher Weg

Es gibt Alternativen!

Wenn ihr eine Giardiose naturheilkundlich begleitet und gleichzeitig die Ernährung auf Frischfutter (BARF) umstellt, das die Bauchspeicheldrüse gezielt unterstützt, kann der Körper die Parasiten erfolgreich loswerden.

So bleibt die Funktion der Organe erhalten und euer Hund hat die Chance auf ein gesundes, beschwerdefreies Leben.

Giardien naturheilkundlich behandeln

Naturheilkundliche Wege bei Giardiose: So unterstützt ihr euren Hund

Wenn ihr euch für eine naturheilkundliche Behandlung bei Giardiose entscheidet, ist ein mehrgleisiges Vorgehen der Schlüssel zum Erfolg.

Das Ziel ist es, das Immunsystem zu stärken, die Darmflora gezielt aufzubauen und den Parasiten buchstäblich die Lebensgrundlage zu entziehen.

Hier erfahrt ihr, wie ihr euren Hund ganzheitlich unterstützen könnt:

 

Hygiene: Ansteckungsquellen konsequent eliminieren

Da Hunde Giardien häufig über verschmutztes Trinkwasser aufnehmen, solltet ihr eure Umgebung kritisch prüfen.

Entsorgt abgestandenes Wasser in Eimern oder deckt Pfützen und Tümpel ab, damit euer Hund dort nicht trinkt.

Da die ausgeschiedenen Zysten in feucht-warmer Umgebung monatelang überleben, ist Sauberkeit jetzt das A und O:

  • Kot sofort entfernen: Damit unterbrecht ihr den Infektionskreislauf.
  • Wassernäpfe: Wechselt das Wasser täglich und spült die Näpfe mit kochendem Wasser aus.
  • Textilien: Wascht das Bettzeug eures Hundes regelmäßig bei hohen Temperaturen.

Ernährung: Den Giardien den „Hahn abdrehen“

Giardien ziehen ihre Energie primär aus Glukose.

Um sie zu schwächen, solltet ihr die Fütterung während der Behandlung auf eine kohlenhydratarme/freie Frischfütterung (BARF) umstellen.

  • Verzichtet konsequent auf Getreide, Kartoffeln und Reis.
  • Ohne diese Kohlenhydrate vermehren sich die Parasiten deutlich langsamer.
  • Extra-Tipp: Eine Portion ungewaschener, roher, grüner Pansen oder Blättermagen hilft dabei, die Darmflora auf natürliche Weise zu stabilisieren.

Die Kraft der Flavonoide nutzen

Studien zeigen, dass bestimmte Pflanzenstoffe – sogenannte Flavonoide – äußerst wirksam gegen Giardien sein können.

Sie greifen die Parasiten oft effektiver an als herkömmliche Medikamente. Bereichert den Futternapf daher mit flavonoidreichem Gemüse, Obst und Kräutern wie:

  • Gemüse & Obst: Äpfel, Wirsing, Brokkoli, Sellerie und Beeren (z. B. Preiselbeeren).
  • Kräuter: Petersilie, Melisse, Salbei und Minze.

 

Gezielte Naturmittel und Kräuterheilkunde

Einige Pflanzen haben sich in der Praxis als besonders durchschlagskräftig erwiesen.

Sehr gute Ergebnisse erzielt beispielsweise die ayurvedische Mischung „Pippali Rasayana“ (aus Butea monosperma und Piper longum).

Zusätzlich könnt ihr folgende Kräuter unterstützend einsetzen, um das Ausscheiden der Giardien zu fördern:

  • Klassiker: Knoblauch, Oregano, Thymian und wilder Thymian.
  • Spezialisten: Einjähriger Beifuß (Artemisia annua), Wermut, Nelken und Grapefruitkernextrakt.
  • Ergänzungen: Schwarzwalnuss, wohlriechender Gänsefuß und kanadische Gelbwurz.

Kräuterbuttermilch gegen Giardien

Häufig werdet ihr von Kräuterbuttermilch lesen, die bei einem Befall mit Giardien sehr wirksam sein kann.

 

Zutaten:

  • 3–4 EL Oregano
  • 3–4 EL Thymian
  • 3–4 EL Majoran
  • 0,5 Liter Buttermilch

Zubereitung:

Gebt die (getrockneten) Kräuter in die Buttermilch, rührt alles gut um und lasst die Mischung einige Stunden – oder am besten über Nacht – im Kühlschrank ziehen.

Anschließend siebt ihr die Flüssigkeit ab und bewahrt sie im Kühlschrank auf.

 

Anwendung für einen Hund von ca. 15 kg:

  • Tag 1 bis 2: Lasst euren Hund fasten. In dieser Zeit gebt ihr ihm viermal täglich 2–3 Esslöffel der Buttermilch.
  • Tag 3 bis 7: Ihr könnt euren Hund wieder füttern. Reicht ihm über den Tag verteilt drei bis vier kleine Mahlzeiten (ideal ist gewolfter Pansen) und mischt jeweils 2 Esslöffel der Buttermilch unter.
  • Ab der zweiten Woche: Stellt die Fütterung langsam wieder auf den Normalbetrieb um. Gebt dabei weiterhin zu jeder Mahlzeit 1 Esslöffel der Buttermilch hinzu. Diese Dosierung solltet ihr über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen beibehalten.

Das Prinzip dahinter:

Das Ziel dieser Kur ist es, die Giardien einerseits „auszuhungern“ und sie gleichzeitig mithilfe der Kräuter zu dezimieren.

Zudem unterstützt die Buttermilch den Aufbau einer gesunden Darmflora.

Unserer Erfahrung nach lässt sich ein sehr starker Befall allein durch die Kräuterbuttermilch meist nicht vollständig beseitigen.

Dennoch ist sie als unterstützende Maßnahme äußerst sinnvoll und zeigt gerade bei einer leichten Giardiose eine sehr effektive Wirkung.

Giardien Behandlung

nach Swanie Simon

Ergänzende Kur: Kolloidales Silber und Synbiotika

Zusätzlich zur Kräuterbuttermilch könnt ihr den Heilungsprozess durch den täglichen Wechsel von Kolloidalem Silber (KS) und Synbiotika

(eine Kombination aus Pro- und Präbiotika) unterstützen.

Das bedeutet für euch:

An einem Tag gebt ihr das Kolloidale Silber zu jeder Mahlzeit, am darauffolgenden Tag mischt ihr stattdessen die Synbiotika unter das Futter.

 

So geht ihr bei der Dosierung vor:

  • Synbiotika: Hierbei richtet ihr euch einfach nach der Dosierungsempfehlung des jeweiligen Herstellers. Teilt die Tagesdosis am besten auf zwei Mahlzeiten auf.
  • Kolloidales Silber (KS): Steigert die Menge langsam. Beginnt mit 0,5 TL pro 10 kg Körpergewicht pro Mahlzeit (bei 2–3 Gaben täglich) und erhöht dies schrittweise auf 1 TL pro 10 kg Körpergewicht. Achtet darauf, die maximale Dosis von 1 EL (entspricht ca. 3 TL) dreimal täglich nicht zu überschreiten.
  • MSM (Methylsulfonylmethan): Zur optimalen Unterstützung empfehlen wir euch die tägliche Gabe von MSM – idealerweise das hochwertige Opti-MSM®. Gebt davon bei jeder Mahlzeit (2–3 x täglich) etwa 1/4 TL pro 10 kg Körpergewicht eures Hundes dazu.

Durch diesen Rhythmus schafft ihr ein Milieu, das den Parasiten das Überleben erschwert und gleichzeitig die Darmgesundheit eures Hundes stärkt.

 

 

 

Wenn der Darm sehr angegriffen ist bzw. der Hund häufig Durchfall hat zusätzlich folgende Kräutermischung:

2 Teile Slippery Elm Baumrinde gemahlen
1 Teil große Klette Wurzel gemahlen (Arctium lappa)
1 Teil Eibischwurzel gemahlen
1 Teil Mädesüß kraut (nicht für Katzen!)

Die Kräuter mit heißem Wasser zu einer dünnen Paste anrühren und 10 min. ziehen lassen, dann unter das Futter mischen oder zwischen den Mahlzeiten mit etwas Buttermilch oder Joghurt verabreichen.

Dosierung: 1 gehäufter Esslöffel je 10 kg Körpergewicht/ 1 – 2 x täglich bis der Hund 24 Stunden keinen Durchfall mehr hatte.

Beispiel für einen 15 kg Hund

In diesem Plan wechselt ihr täglich  zwischen der Gabe von Synbiotika und Kolloidalem Silber (KS). Das MSM gebt ihr bitte jeden Tag zu jeder Mahlzeit (maximal 3-mal täglich) hinzu.

(Wir haben den Plan aus Platzgründen auf 14 Tage reduziert, ihr verfolgt dieses Schema aber für 4 Wochen!)

 

TAG FOKUS

DOSIERUNG

(pro Mahlzeit, max. 3x tägl.)

1 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

2 KS (Startdosis)

0,75 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

3 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

4 KS

0,75 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

5 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

6 KS

1 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

7 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

8 KS

1 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

9 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

10 KS

1 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

11 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

12 KS

1 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

13 Synbiotika

1 Messlöffel* Synbiotika

+ 3/8 TL MSM

14 KS

1 TL Kolloidalsilber

+ 3/8 TL MSM

*Dosierung der Synbiotika bitte nach eurer individuellen Herstelleranleitung für 15 kg anpassen.

Wichtige Hinweise zum weiteren Verlauf

  • Langfristige Anwendung: Führt dieses Schema (Wechsel zwischen KS und Synbiotika) über insgesamt 4 Wochen fort.
  • Anschlussbehandlung: Nach diesen ersten 4 Wochen reduziert ihr die Menge des Kolloidalen Silbers wieder auf die ursprüngliche Startmenge (bei eurem 15 kg Hund also 0,75 TL).
  • Dauer: Behandelt euren Hund in dieser reduzierten Dosierung für weitere 4 bis 8 Wochen, um das Ergebnis nachhaltig zu stabilisieren.
  • Tipp für die Dosierung: 3/8 TL entsprechen etwa einem knappen halben Teelöffel. Wenn ihr es genau nehmen wollt, könnt ihr zwei "Prisen" MSM dazugeben, falls ihr keine passenden Messlöffel habt.