Beagle von der Theresienhöhe- to be different makes the difference -Text: ©Sabine Matok Rassetypische ErkrankungenDer Beagle ist grundsätzlich ein robuster und lebensfroher Hund. Dennoch gibt es einige rassetypische Erkrankungen, die genetisch bedingt sein können. Nachfolgend haben wir die häufigsten Erkrankungen beim Beagle aufgelistet. Die gute Nachricht für verantwortungsbewusste Halter und Züchter: Auf den Großteil dieser Krankheiten kann man heute bereits per Gentest untersuchen lassen, um das Risiko frühzeitig zu bestimmen. Leider sind jedoch noch nicht alle Erkrankungen testbar, weshalb eine regelmäßige tierärztliche Vorsorge und die Auswahl einer seriösen Zucht weiterhin von großer Bedeutung sind. AkatalasämieDie Akatalasämie ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung beim Hund, bei der ein signifikanter Mangel an dem Enzym Katalase besteht.
Normalerweise baut das Enzym Katalase im Körper anfallendes Wasserstoffperoxid () in Wasser und Sauerstoff ab. Bei Hunden mit Akatalasämie funktioniert dieser Prozess nicht oder nur sehr eingeschränkt. Dadurch sammelt sich Wasserstoffperoxid im Gewebe an und verursacht oxidativen Stress, der Zellen schädigt. Symptome und Erscheinungsbild Das markanteste Merkmal der Erkrankung ist die orale Akatalasämie (auch bekannt als Takahara-Krankheit). Zu den typischen Anzeichen gehören:
Ursache und Vererbung Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, ein Hund erkrankt nur, wenn er das defekte Gen von beiden Elterntieren erbt. Träger (Hunde mit nur einem defekten Gen) sind meist symptomfrei, haben aber einen reduzierten Katalasespiegel im Blut (Hypokatalasämie). Diagnose und Behandlung Die Diagnose erfolgt meist über einen Gentest oder durch den Nachweis einer fehlenden Reaktion (kein Schäumen) bei Kontakt von Blut mit Wasserstoffperoxid. Da es keine Heilung für den Gendefekt gibt, konzentriert sich die Behandlung auf: Die Diagnose erfolgt meist über einen Gentest oder durch den Nachweis einer fehlenden Reaktion (kein Schäumen) bei Kontakt von Blut mit Wasserstoffperoxid. Da es keine Heilung für den Gendefekt gibt, konzentriert sich die Behandlung auf:
Faktor VII MangelDer Faktor-VII-Mangel ist eine erblich bedingte Blutgerinnungsstörung. Faktor VII ist ein spezifisches Protein (ein Enzym), das eine Schlüsselrolle bei der sogenannten „Gerinnungskaskade“ spielt. Fehlt dieser Faktor oder ist er in zu geringer Menge vorhanden, benötigt das Blut deutlich länger, um zu gerinnen. Symptome und Erscheinungsbild Das Tückische an FVII ist, dass viele betroffene Hunde im Alltag völlig unauffällig erscheinen. Die Symptome treten oft erst bei Belastung auf:
Ursache und Vererbung Wie die Akatalasämie wird auch der Faktor-VII-Mangel autosomal-rezessiv vererbt.
Diagnose und Behandlung Da die Erkrankung genetisch fixiert ist, ist ein Gentest die sicherste Methode zur Identifikation, noch bevor der Hund jemals operiert werden muss.
Glasknochenkrankheit -Die Glasknochenkrankheit (wissenschaftlich: Osteogenesis imperfecta, kurz OI) ist eine schwere, vererbbare Skeletterkrankung, die beim Beagle durch einen Gendefekt im Kollagenstoffwechsel verursacht wird. Durch eine Mutation im COL1A2-Gen kann der Körper des Hundes kein stabiles Kollagen Typ I bilden. Kollagen ist das wichtigste Eiweiß für die Festigkeit von Knochen, Sehnen und Zähnen. Ohne dieses „Gerüst“ werden die Knochen extrem brüchig und instabil. Symptome und Erscheinungsbild Die Symptome zeigen sich meist schon im Welpenalter, sobald die Hunde anfangen, sich aktiver zu bewegen:
Ursache und Vererbung Die Glasknochenkrankheit beim Beagle wird autosomal-rezessiv vererbt.
Diagnose und Prävention Da die Prognose für betroffene Welpen leider sehr schlecht ist (viele müssen aufgrund der Schmerzen und Instabilität frühzeitig eingeschläfert werden), ist die Vorsorge entscheidend:
Imerslund-Gräsbeck-SyndromDas Imerslund-Gräsbeck-Syndrom (IGS) ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die beim Beagle dazu führt, dass der Körper Vitamin B12 (Cobalamin) nicht über den Darm aufnehmen kann.
Normalerweise wird Vitamin B12 im Dünndarm mithilfe eines speziellen Rezeptors aufgenommen. Bei Hunden mit IGS ist dieser Rezeptor aufgrund eines Gendefekts defekt. Da Vitamin B12 essenziell für die Blutbildung und das Nervensystem ist, führt dieser Mangel unbehandelt zu schweren gesundheitlichen Problemen. Symtome und Anzeichen Die ersten Symptome zeigen sich meist früh im Welpenalter (etwa ab der 12. Woche):
Ursache und Vererbung Das IGS wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet:
Diagnose und Behandlung Gute Nachrichten: IGS ist eine der Erkrankungen, die sich hervorragend managen lassen, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.
Kongenitale stationäre NachtblindheitDie Kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB) ist eine seltene, aber spezifische Erbkrankheit des Auges, die beim Beagle vorkommt. Im Gegensatz zur Progressiven Retinaatrophie (PRA) bleibt dieser Zustand, wie der Name „stationär“ sagt, ein Leben lang unverändert.
Bei der CSNB liegt ein Defekt in den Netzhautzellen vor, die für das Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen zuständig sind (die Stäbchen). Die Reizweiterleitung von den Photorezeptoren zu den nachgeschalteten Nervenzellen ist gestört. Das Auge kann Licht zwar registrieren, aber das Gehirn erhält bei Dämmerung kein klares Bild. Symptome und Anzeichen Da die Krankheit angeboren (kongenital) ist, zeigen betroffene Welpen die Symptome, sobald sie anfangen, ihre Umwelt aktiv zu erkunden:
Ursache und Vererbung Die CSNB beim Beagle wird autosomal-rezessiv vererbt:
Diagnose und Management Da das Auge rein äußerlich gesund erscheint (keine Trübung, keine Entzündung), ist die Diagnose oft schwierig ohne gezielte Tests.
Lafora KrankheitDie Lafora-Krankheit (EPM2B) ist eine schwere, vererbbare Stoffwechselerkrankung, die sowohl bei Hunden (insbesondere Beagle, Rauhaardackel und Basset) als auch beim Menschen vorkommt. Da die Symptome krampfartigen Anfällen ähneln, wird sie oft fälschlicherweise als reine Epilepsie bezeichnet. Ursache: Der „Zuckerspeicher-Defekt“ Die Krankheit basiert auf einer Mutation am Gen EPM2B. Diese stört die Umwandlung von Glucose in die Speicherform Glykogen. Infolgedessen bilden sich fehlerhafte Ablagerungen, sogenannte Laforakörperchen.
Symptome und Verlauf Erste Anzeichen treten meist erst spät auf, oft ab dem 5. oder 6. Lebensjahr, manchmal auch erst viel später. Die Krankheit ist nicht heilbar und schreitet unaufhaltsam fort. Typische Anzeichen sind:
Vererbung und Diagnose Lafora wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, ein Hund kann gesund aussehen, aber als „Anlagenträger“ das Gen an seine Nachkommen weitergeben.
Da die Lafora-Krankheit eine fortschreitende Stoffwechselerkrankung ist, gibt es aktuell keine Heilung. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Lebensqualität des Hundes so lange wie möglich zu erhalten und die Häufigkeit der Anfälle (Myoklonien) zu reduzieren. Behandlung 1. Vermeidung von Auslösern (Trigger-Management)
Dies ist der wichtigste Punkt im Alltag, da die Myoklonien oft durch äußere Reize ausgelöst werden:
2. Medikamentöse Therapie
Klassische Antiepileptika wirken bei Lafora oft nur eingeschränkt, können aber helfen, die Schwere der Symptome zu lindern:
3. Diätetische Unterstützung
Es gibt Hinweise darauf, dass eine Ernährungsumstellung den Verlauf positiv beeinflussen kann:
4. Pflege und Lebensqualität
Da die Krankheit fortschreitet und oft zu Demenz oder Blindheit führt, benötigt der Hund besondere Unterstützung:
Musladin-Lueke-SyndromDas Musladin-Lueke Syndrom (MLS) ist eine genetische Besonderheit, die fast ausschließlich beim Beagle vorkommt. Es handelt sich dabei um eine Bindegewebserkrankung, die das äußere Erscheinungsbild und die Beweglichkeit des Hundes stark beeinflusst.
Bei betroffenen Hunden ist die Entwicklung des Bindegewebes gestört. Dies führt dazu, dass Haut, Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln extrem fest und unelastisch werden. Man könnte sagen, der Hund ist in seinem eigenen Körper „gefangen“, da das Gewebe nicht normal nachgibt. Merkmale und Symptome Hunde mit MLS fallen oft schon im Welpenalter durch ihr markantes Aussehen und ihren Gang auf:
Ursache und Vererbung MLS wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass beide Elterntiere das defekte Gen tragen müssen, damit ein Welpe erkrankt.
Diagnose und Lebenserwartung Die gute Nachricht ist: MLS ist keine tödliche Krankheit. Betroffene Hunde haben oft eine normale Lebenserwartung und sind geistig völlig fit.
Neonatale Cerebelläre Corticale DegenerationDie Neonatale Cerebelläre Corticale Degeneration (NCCD) ist eine schwere neurologische Erkrankung, die speziell beim Beagle vorkommt. Sie betrifft das Kleinhirn (Cerebellum), das für die Koordination von Bewegungen und das Gleichgewicht zuständig ist.
Bei NCCD sterben kurz nach der Geburt bestimmte Nervenzellen im Kleinhirn (die sogenannten Purkinje-Zellen) vorzeitig ab. Da das Kleinhirn die „Schaltzentrale“ für glatte Bewegungsabläufe ist, verliert der Hund die Kontrolle über seine Motorik. Symptome und Anzeichen Die Symptome zeigen sich meist sehr früh, oft schon, wenn die Welpen im Alter von 3 bis 4 Wochen anfangen, das Nest zu verlassen und zu laufen:
Ursache und Vererbung NCCD wird autosomal-rezessiv vererbt.
Diagnose und Prävention Da die Symptome bereits im Welpenalter auftreten, ist die Prognose leider oft sehr schlecht, und viele betroffene Hunde müssen aufgrund der schweren Behinderung eingeschläfert werden.
Progressive RetinaatrophieDie Progressive Retinaatrophie (PRA), speziell in der Form der Cone-Rod Dystrophie 4 (crd4/cord1), ist eine vererbbare Augenerkrankung beim Beagle, die schleichend zur Erblindung führt.
Bei dieser Form der PRA sterben die Lichtrezeptoren in der Netzhaut (Retina) vorzeitig ab. Zuerst sind meist die Zapfen (Cones – zuständig für das Tages- und Farbsehen) und später die Stäbchen (Rods – zuständig für das Dämmerungssehen) betroffen. Das Auge verliert dadurch nach und nach die Fähigkeit, Lichtsignale zu verarbeiten. Symptome und Krankheitsverlauf Das Besondere an der crd4/cord1-Form ist die enorme Variabilität des Ausbruchs:
Ursache und Vererbung Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt.
Diagnose und Prävention Da die Krankheit schmerzfrei verläuft, ist die Früherkennung entscheidend für die Lebensplanung des Hundes:
Primäres OffenwinkelglaukomDas Primäre Offenwinkelglaukom (POAG) ist eine schwere Augenerkrankung, die beim Beagle durch einen genetischen Defekt im Abfluss des Kammerwassers verursacht wird.
Normalerweise zirkuliert im Auge das Kammerwasser, das für den nötigen Augeninnendruck sorgt und überschüssige Flüssigkeit über einen feinen Filter (den Kammerwinkel) abgibt. Beim POAG ist dieser Abfluss durch eine Mutation im ADAMTS10-Gen gestört. Die Flüssigkeit staut sich an, und der Augeninnendruck steigt kontinuierlich an. Symptome und Krankheitsverlauf Im Gegensatz zu anderen Glaukom-Formen verläuft das POAG beim Beagle oft schleichend und betrifft meist beide Augen:
Ursache und Vererbung Das POAG beim Beagle wird autosomal-rezessiv vererbt.
Diagnose und Behandlung Früherkennung ist hier lebenswichtig, um das Sehvermögen so lange wie möglich zu erhalten:
PyruvatkinasedefizienzDie Pyruvatkinasedefizienz (PK-Defizienz) ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung der roten Blutkörperchen, die beim Beagle zu einer chronischen Blutarmut führt.
Den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) fehlt das Enzym Pyruvatkinase. Dieses Enzym ist entscheidend für die Energiegewinnung der Zellen. Ohne ausreichende Energie sind die roten Blutkörperchen instabil und gehen vorzeitig zugrunde (Hämolyse). Der Körper kann nicht schnell genug neue Zellen nachproduzieren, was zu einem dauerhaften Sauerstoffmangel führt. Symptome und Krankheitsverlauf Die Anzeichen entwickeln sich meist schleichend und variieren in ihrer Intensität:
Ursache und Vererbung Die PK-Defizienz wird autosomal-rezessiv vererbt:
Diagnose und Lebenserwartung Die Erkrankung ist tückisch, da sie oft mit anderen Formen der Anämie verwechselt wird.
Beagle Pain SyndromDie Steroid-Responsive Meningitis-Arteriitis (SRMA), oft als „Beagle Pain Syndrome“ bezeichnet, ist eine immunvermittelte Entzündung der Hirnhäute und der Blutgefäße. Sie gehört zu den schmerzhaftesten Erkrankungen, die beim Beagle auftreten können.
Aus bisher ungeklärter Ursache (vermutet wird eine genetische Veranlagung kombiniert mit Umwelteinflüssen) greift das Immunsystem die eigenen Blutgefäße in den Hirnhäuten und im Rückenmark an. Dies führt zu einer massiven Entzündungsreaktion. Symptome und Anzeichen Die Erkrankung tritt meist bei jungen Hunden zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat auf. Die Symptome kommen oft sehr plötzlich:
Im Gegensatz zu den anderen bisher genannten Krankheiten gibt es für SRMA aktuell keinen Gentest.
Behandlung und Prognose Obwohl die Krankheit dramatisch aussieht, ist sie bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelbar:
EpilepsieDie Epilepsie ist eine der am häufigsten diagnostizierten neurologischen Erkrankungen beim Beagle. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen der idiopathischen Epilepsie und symptomatischen Formen wie der Lafora-Krankheit. Bei der idiopathischen (primären) Epilepsie handelt es sich um eine Funktionsstörung des Gehirns, bei der es zu einer „elektrischen Überentladung“ der Nervenzellen kommt. Es liegt kein struktureller Schaden (wie ein Tumor) und keine Vergiftung vor. Man geht meistvon einer genetischen Veranlagung aus, kann aber auch durch Umwelteinflüsse, Zeckentabletten etc. ausgelöst werden. Symptome und Phasen eines Anfalls Ein typischer „Grand Mal“ Anfall verläuft meist in drei Phasen:
Ursache und Diagnose Anders als bei der Lafora-Krankheit gibt es für die klassische idiopathische Epilepsie beim Beagle derzeit keinen direkten Gentest.
Behandlung und Management Obwohl Epilepsie nicht heilbar ist, können die meisten Hunde ein fast normales Leben führen:
ChondrodystrophieDie Chondrodystrophie (CDPA) ist eine genetische Veranlagung beim Beagle, die die Skelettentwicklung beeinflusst und für das rassetypische Erscheinungsbild – kurze Beine bei normal großem Körper – verantwortlich ist.
CDPA steht für Chondrodysplasia. Es handelt sich um eine Veränderung im Wachstum des Knorpels in den langen Röhrenknochen (Beine). Beim Beagle führt dies dazu, dass die Beine kürzer bleiben, als es bei einem „proportional“ gewachsenen Hund der Fall wäre. Wichtig ist die Abgrenzung zur CDDY (Chondrodystrophie mit Risiko für Bandscheibenvorfälle): Während CDPA primär die Beinlänge beeinflusst, ist die verwandte Mutation CDDY zusätzlich mit einer vorzeitigen Verkalkung der Bandscheiben verbunden. Symptome und Erscheinungsbild Die Merkmale der CDPA sind bereits bei Welpen sichtbar und verändern sich im Laufe des Lebens nicht:
Ursache und Vererbung Die CDPA wird autosomal-dominant vererbt. Das bedeutet:
Gesundheitliche Bedeutung Im Gegensatz zu vielen anderen Erbkrankheiten, die wir besprochen haben, ist CDPA beim Beagle meist klinisch unbedeutend.
CDDY und IVDDWährend die zuvor beschriebene CDPA primär für die kurzen Beine verantwortlich ist, ist die CDDY (Chondrodystrophie) eine Mutation, die zusätzlich ein hohes gesundheitliches Risiko birgt: die vorzeitige Degeneration der Bandscheiben.
Was ist CDDY
CDDY steht für eine spezifische genetische Veränderung (eine sogenannte FGF4-Retrogen-Insertion auf Chromosom 12). Diese Mutation bewirkt zwei Dinge:
Was ist IVDD
IVDD steht für Intervertebral Disc Disease (Bandscheibenerkrankung). Durch die durch CDDY verursachte Verkalkung können die Bandscheiben stoßdämpfende Belastungen nicht mehr abfangen. Sie werden spröde und können vorzeitig vorfallen (Bandscheibenvorfall). Symptome eines Bandscheibenvorfalls (IVDD) Ein Bandscheibenvorfall beim Beagle kann schleichend oder schlagartig auftreten:
Ursache und Vererbung Die CDDY-Mutation wird semidominant vererbt.
Diagnose und Prävention Da man die Verkalkung der Bandscheiben von außen nicht sehen kann, ist die Vorsorge entscheidend:
CDDY ist im Gegensatz zur reinen CDPA eine relevante Mutation. In einer verantwortungsvollen Zucht wird angestrebt, das Risiko für IVDD durch gezielte Auswahl der Elterntiere zu minimieren, auch wenn die Mutation in der Rasse Beagle weit verbreitet ist.
WICHTIG: Obwohl die genetische Veranlagung bei zwei Kopien maximal ist, spielen Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle dabei, ob es tatsächlich zum „Knall“ (dem Vorfall) kommt. Nicht jeder 2 Kopien-Träger erkrankt. Das Risiko liegt bei etwa 10 %.
Das bedeutet nicht, dass der Hund unheilbar krank ist, aber er benötigt ein strengeres Management (Idealgewicht, Muskelaufbau), um einen klinischen Vorfall zu verhindern. Eine Kastration kann sich durch den damit einhergehenden Muskelabbau negativ auswirken.
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